MPU-Anlass · Alkohol

MPU wegen Alkohol —
Ablauf, Grenzen und Vorbereitung.

Eine MPU wegen Alkohol wird angeordnet, wenn du mit 1,6 Promille oder mehr am Steuer erwischt wurdest, bei wiederholten Alkoholfahrten oder bei Anzeichen für ein Alkoholproblem. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Vorbereitung ist sie gut zu bestehen — bei MPU Point liegt die dokumentierte Bestehensquote bei 98,8 %. Hier erfährst du, ab wann sie kommt, wie sie abläuft und wie du dich vorbereitest.

Mann sitzt wieder am Steuer seines Autos — zurück zur Mobilität nach bestandener MPU
Zurück ans Steuer — das ist das Ziel jeder MPU-Vorbereitung.
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Was ist die MPU wegen Alkohol?

Die MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) — umgangssprachlich „Idiotentest“ — ist eine Eignungsprüfung, die die Fahrerlaubnisbehörde anordnet, wenn Zweifel an deiner Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen bestehen. Bei einer Alkohol-MPU geht es um genau eine Frage: Ist davon auszugehen, dass du auch künftig zuverlässig zwischen Alkoholkonsum und Fahren trennst?

Anders als viele befürchten, ist die MPU kein Test, bei dem man „durchfällt, weil man einen Fehler getrunken hat“. Der Gutachter will sehen, dass du verstanden hast, warum es zur Trunkenheitsfahrt kam, dass du dein Trinkverhalten ehrlich aufgearbeitet hast und dass dein künftiges Verhalten stabil ist. Wer das glaubhaft und nachvollziehbar darlegen kann, besteht.

Ab wann wird eine MPU wegen Alkohol angeordnet?

Die Promillegrenze entscheidet — aber nicht allein. Diese Schwellen sind im Verkehrsrecht (§ 13 FeV) maßgeblich:

SituationPromilleFolge
Trunkenheitsfahrt Ersttäterab 1,6 ‰MPU wird grundsätzlich angeordnet
Absolute Fahruntüchtigkeitab 1,1 ‰Straftat (§ 316 StGB); MPU bei Zusatzauffälligkeiten
Wiederholungsfallab 0,5 ‰ (2. Verstoß)MPU auch bei niedrigeren Werten möglich
Auffälligkeiten / Abhängigkeitszeichenunabhängig vom WertMPU oder ärztliches Gutachten

Wichtig: Auch wer „nur“ mit 1,3 ‰ erwischt wurde, kann zur MPU müssen, sobald weitere Auffälligkeiten hinzukommen — etwa ein Unfall, aggressives Verhalten gegenüber der Polizei oder ein zweiter Vorfall. Die Behörde betrachtet immer den Gesamtfall, nicht nur die Zahl.

Wie läuft die Alkohol-MPU ab?

Die Untersuchung besteht aus drei Teilen, die an einem Tag bei einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle (z. B. TÜV, DEKRA, IAS) stattfinden:

  1. Medizinische Untersuchung: Ein Arzt prüft deine körperliche Verfassung, wertet — falls gefordert — deine Abstinenznachweise (Labor) aus und stellt Fragen zu Konsum und Gesundheit.
  2. Reaktions- und Leistungstest: Am Computer werden Aufmerksamkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und Konzentration getestet. Dieser Teil ist mit etwas Übung gut zu schaffen und selten das Problem.
  3. Psychologisches Gespräch: Das Herzstück. 30 bis 60 Minuten mit einem Verkehrstherapeuten über deine Vorgeschichte, deine Aufarbeitung und deine Zukunftsstrategie. Hier entscheidet sich das Gutachten.

Am Ende erhältst du ein Gutachten mit einem von drei Ergebnissen: positiv (du bekommst deinen Führerschein zurück), negativ (Ablehnung) oder die Empfehlung einer Nachschulung (in bestimmten Fällen ein Kurs zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung).

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Abstinenz oder kontrolliertes Trinken?

Das ist die wichtigste Weichenstellung deiner Alkohol-MPU. Welcher Weg für dich richtig ist, hängt von deinem Promillewert, deiner Vorgeschichte und deinem tatsächlichen Trinkverhalten ab. Den falschen Weg zu wählen, ist der häufigste Grund, warum Klienten durchfallen.

WegWann sinnvollNachweis
AbstinenzHohe Promillewerte (ab ca. 1,6 ‰), Wiederholungsfälle, Anzeichen einer AbhängigkeitEtG-Urinscreening (6 Monate) oder Haaranalyse (12 Monate)
Kontrolliertes TrinkenEinmaliger Vorfall ohne Abhängigkeit, glaubhaft veränderter Umgang mit AlkoholSchlüssiges, konsistentes Konsumkonzept im Gespräch

Wer mit hohen Werten oder Wiederholung kommt und behauptet, „kontrolliert“ weiterzutrinken, verliert beim Gutachter sofort an Glaubwürdigkeit. Umgekehrt wirkt jemand, der bei einem einmaligen Ausrutscher plötzlich totale Abstinenz vorgibt, oft konstruiert. Die richtige Einschätzung ist Erfahrungssache — genau hier setzt unsere Vorbereitung an.

Welche Fragen stellt der Gutachter?

Im psychologischen Gespräch geht es nicht um Fangfragen, sondern um Konsistenz und Ehrlichkeit. Typische Fragen bei der Alkohol-MPU:

  • „Wie viel haben Sie am Tag der Fahrt getrunken — und wie viel sonst?“
  • „Wie kam es überhaupt dazu, dass Sie sich ans Steuer gesetzt haben?“
  • „Was hat sich seit damals in Ihrem Leben verändert?“
  • „Wie stellen Sie konkret sicher, dass so etwas nicht wieder passiert?“
  • „Welche Rolle spielt Alkohol heute in Ihrem Alltag?“

Der Gutachter gleicht deine Antworten mit den Akten ab. Widersprüche zwischen dem, was du sagst, und dem, was in der Akte steht (Promillewert, Polizeibericht), führen fast immer zu einem negativen Gutachten. Deshalb ist eine ehrliche, in sich schlüssige Aufarbeitung entscheidend — auswendig gelernte „Musterantworten“ durchschaut jeder Gutachter sofort.

Sascha Forbach · Verkehrstherapeut

„Die meisten fallen nicht durch, weil sie ein Alkoholproblem haben — sondern weil sie das Gespräch unvorbereitet angehen und sich in Widersprüche verwickeln. Wer seine eigene Geschichte ehrlich verstanden hat, besteht.“

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Wie bereite ich mich auf die Alkohol-MPU vor?

Eine gute Vorbereitung leistet drei Dinge: Sie klärt deinen richtigen Weg (Abstinenz oder kontrolliert), sie organisiert die nötigen Nachweise rechtzeitig, und sie macht dich im Gespräch sicher — ohne auswendig gelernte Floskeln. Unser 5-Schritte-System bei MPU Point:

  1. Diagnose-Call: Wir klären deine konkrete Lage, deinen Promillewert und welcher Weg für dich realistisch ist.
  2. Persönliche Aufarbeitung: Wir strukturieren deine Vorgeschichte so, dass du sie ehrlich und schlüssig erzählen kannst.
  3. Strukturiertes Training: Wir arbeiten mit dir an den vier Themen-Blöcken, die der Gutachter prüft.
  4. Final-Simulation: Ein vollständiges Probe-Gutachten unter realistischen Bedingungen.
  5. Begleitung bis zum Bestehen: Wir bleiben bis zum Termin erreichbar — und bei Bedarf darüber hinaus.

Das Ganze läuft 100 % online und bundesweit — kein Wartezimmer, keine Anfahrt. Mehr zu unserer Methodik und unserer dokumentierten 98,8 % Bestehensquote findest du auf der Startseite.

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Was kostet die Alkohol-MPU und wie lange dauert sie?

Bei den Kosten musst du zwei Dinge trennen: die Gebühr für die Begutachtungsstelle (gesetzlich geregelt) und die Vorbereitung (optional, aber entscheidend für das Bestehen).

PostenGrößenordnungAnmerkung
MPU-Gutachten (Alkohol)ca. 600 – 900 €Gesetzlich geregelte Gebühr der Begutachtungsstelle
Abstinenznachweisca. 50 – 150 € je ProbeNur falls erforderlich (EtG / Haaranalyse)
VorbereitungFestpreisBei MPU Point individuell, Ratenzahlung möglich

Die Dauer richtet sich vor allem nach dem Abstinenznachweis: Brauchst du sechs Monate EtG-Screening, ist das der bestimmende Faktor. Die psychologische Vorbereitung läuft parallel und dauert bei uns in der Regel 6 bis 12 Wochen. Wer durchfällt, wartet auf den nächsten Termin und zahlt das Gutachten erneut — die Vorbereitung ist deshalb fast immer günstiger als ein zweiter Anlauf.

Häufige Fragen zur MPU wegen Alkohol

Ab welchem Promillewert wird eine MPU wegen Alkohol angeordnet?
Bei einer einmaligen Trunkenheitsfahrt mit 1,6 Promille oder mehr ordnet die Fahrerlaubnisbehörde grundsätzlich eine MPU an (§ 13 FeV). Ab 1,1 Promille gilt absolute Fahruntüchtigkeit und damit eine Straftat. Bei Wiederholungstätern kann eine MPU auch bei niedrigeren Werten — teils ab 0,5 Promille — verlangt werden.
Muss ich für die Alkohol-MPU abstinent leben?
Nicht zwingend. Bei hohen Promillewerten, Anzeichen einer Alkoholabhängigkeit oder Wiederholungsfällen ist in der Regel ein Abstinenznachweis über 6 bis 12 Monate nötig. Bei einem einmaligen Vorfall ohne Abhängigkeit kann auch ein kontrollierter, reduzierter Umgang mit Alkohol ausreichen. Welcher Weg für dich richtig ist, klären wir im Strategie-Call.
Wie lange dauert die Vorbereitung auf die Alkohol-MPU?
Je nach Ausgangslage 6 bis 12 Wochen. Brauchst du einen Abstinenznachweis, richtet sich die Gesamtdauer nach dessen Länge (6 bis 12 Monate). Die eigentliche psychologische Vorbereitung läuft parallel dazu.
Was wird im psychologischen Gespräch zur Alkohol-MPU gefragt?
Der Gutachter will verstehen, warum es zur Trunkenheitsfahrt kam, ob du dein früheres Trinkverhalten kritisch aufgearbeitet hast und wie du künftig Rückfälle vermeidest. Typische Fragen: „Wie viel haben Sie damals getrunken?“, „Was hat sich seitdem verändert?“, „Wie stellen Sie sicher, dass das nicht wieder passiert?“
Wie hoch ist die Bestehensquote bei der Alkohol-MPU?
Ohne Vorbereitung bestehen im Marktdurchschnitt rund 38 Prozent beim ersten Versuch. Mit strukturierter Vorbereitung bei MPU Point liegt die dokumentierte Bestehensquote bei 98,8 Prozent.
Welche Nachweise brauche ich für die Alkohol-MPU?
Je nach Fall einen Abstinenznachweis (EtG-Urinscreening über 6 Monate oder Haaranalyse über 12 Monate), gegebenenfalls Laborwerte wie CDT und Leberwerte sowie Belege über die Aufarbeitung. Welche Nachweise konkret nötig sind, hängt von deinem Promillewert und deiner Vorgeschichte ab.
Sascha Forbach, Verkehrstherapeut bei MPU Point
Sascha Forbach
Verkehrstherapeut · MPU Point

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