Was ist die MPU wegen Drogen?
Die MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) klärt, ob du trotz deiner Drogen-Vorgeschichte wieder sicher am Straßenverkehr teilnehmen kannst. Anders als bei Alkohol steht hier meist nicht eine einzelne Fahrt im Mittelpunkt, sondern die Frage: Konsumierst du noch — und kannst du zuverlässig drogenfrei bleiben?
Das macht die Drogen-MPU in einem Punkt strenger: Bei harten Drogen genügt der bloße Nachweis des Konsums, um die Fahreignung in Frage zu stellen — du musst dafür nicht einmal gefahren sein. Genau deshalb ist eine saubere, glaubwürdige Aufarbeitung so wichtig.
Ab wann wird eine MPU wegen Drogen angeordnet?
Das Recht unterscheidet klar zwischen Cannabis und harten Drogen:
| Substanz | Auslöser | Folge |
|---|---|---|
| Harte Drogen (Kokain, Amphetamin, MDMA, Heroin) | Bereits einmaliger nachgewiesener Konsum | Entzug der Fahrerlaubnis möglich, MPU (§ 14 FeV) |
| Cannabis | Regelmäßiger Konsum oder Fahrt über 3,5 ng/ml THC | MPU bei fehlender Trennung von Konsum und Fahren |
| Mischkonsum | Kombination mehrerer Substanzen | Erhöhte Anforderungen, längerer Abstinenznachweis |
Wichtig: Bei harten Drogen reicht der Behörde oft schon ein einziger positiver Test oder ein Eintrag aus einem Ermittlungsverfahren. Die MPU ist dann der Weg, deine Fahreignung wiederherzustellen.
Cannabis nach der Legalisierung 2024 — was gilt jetzt?
Seit April 2024 ist der Besitz von Cannabis in bestimmten Grenzen legal. Am Steuer ändert das nichts Grundsätzliches: Wer bekifft fährt, riskiert weiterhin Bußgeld, Fahrverbot und — bei Auffälligkeiten — die MPU.
- Seit August 2024 gilt ein THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml im Blutserum (vergleichbar mit der 0,5-‰-Grenze beim Alkohol).
- Wer regelmäßig konsumiert und nicht zuverlässig zwischen Konsum und Fahren trennt, muss mit einer MPU rechnen.
- Für Fahranfänger in der Probezeit und unter 21 gilt ein absolutes Cannabisverbot am Steuer.
Die Legalisierung hat also viele verunsichert — die Anforderungen an die Fahreignung sind aber im Kern gleich geblieben. Wer wegen Cannabis zur MPU muss, sollte das nicht unterschätzen.
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Wie läuft die Drogen-MPU ab?
Die Untersuchung besteht aus drei Teilen bei einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle:
- Medizinische Untersuchung: Der Arzt wertet deine Abstinenznachweise aus, prüft Laborwerte und stellt Fragen zu Konsumvorgeschichte und Gesundheit.
- Reaktions- und Leistungstest: Am Computer werden Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit getestet — mit etwas Übung gut zu schaffen.
- Psychologisches Gespräch: Das Herzstück. Hier geht es um deine Konsumgeschichte, deinen Ausstieg und deine Strategie, drogenfrei zu bleiben. Hier entscheidet sich das Gutachten.
Welche Abstinenznachweise brauche ich?
Bei der Drogen-MPU ist der lückenlose Abstinenznachweis die Grundlage. Ohne ihn ist ein positives Gutachten in den meisten Fällen unmöglich.
| Nachweis | Zeitraum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Urinscreening | 6 bis 12 Monate | Meist 6 unangekündigte Kontrollen, kurzfristig einbestellt |
| Haaranalyse | bis ~6 Monate je Probe | Rückwirkender Nachweis, je cm Haar etwa 1 Monat |
| Harte Drogen | in der Regel 12 Monate | Längere Frist wegen höherer Anforderungen |
Wichtig: Die Nachweise müssen bei einem zertifizierten Anbieter nach festen Regeln erfolgen. Ein selbst organisierter Test reicht nicht. Im Strategie-Call zeigen wir dir, wie du das von Anfang an richtig aufsetzt — damit kein Monat verloren geht.
Welche Fragen stellt der Gutachter?
Im psychologischen Gespräch geht es um Ehrlichkeit und einen glaubwürdigen Ausstieg. Typische Fragen bei der Drogen-MPU:
- „Wann und wie oft haben Sie konsumiert — und wann das letzte Mal?“
- „Was hat Sie damals zum Konsum gebracht?“
- „Wie haben Sie den Ausstieg geschafft und was hat sich seitdem verändert?“
- „Wie gehen Sie mit Situationen um, in denen früher konsumiert wurde?“
- „Wie stellen Sie sicher, dass Sie dauerhaft drogenfrei bleiben?“
Der Gutachter erkennt sofort, ob ein Ausstieg echt ist oder nur behauptet wird. Auswendig gelernte Antworten oder ein zu schöner „Knall auf Fall“-Ausstieg ohne nachvollziehbare Gründe führen fast immer zu einem negativen Gutachten.
„Bei Drogen entscheidet die Glaubwürdigkeit des Ausstiegs. Wer ehrlich erzählen kann, warum er konsumiert hat und was sich konkret geändert hat, überzeugt — auswendig gelernte Geschichten fallen sofort auf.“
5.000+ begleitete MPU-VorbereitungenWie bereite ich mich auf die Drogen-MPU vor?
Eine gute Vorbereitung sorgt für drei Dinge: den rechtzeitig gestarteten Abstinenznachweis, eine ehrliche, schlüssige Aufarbeitung deiner Konsumgeschichte und Sicherheit im Gespräch. Unser 5-Schritte-System:
- Diagnose-Call: Wir klären deine Substanz, deine Vorgeschichte und welcher Nachweis-Zeitraum für dich gilt.
- Persönliche Aufarbeitung: Wir strukturieren deine Konsum- und Ausstiegsgeschichte so, dass sie ehrlich und glaubwürdig wirkt.
- Strukturiertes Training: Wir arbeiten an den Themen, die der Gutachter prüft — von Konsummotiven bis Rückfallprävention.
- Final-Simulation: Ein vollständiges Probe-Gutachten unter realistischen Bedingungen.
- Begleitung bis zum Bestehen: Wir bleiben bis zum Termin erreichbar — und bei Bedarf darüber hinaus.
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Was kostet die Drogen-MPU und wie lange dauert sie?
Auch hier trennst du die Gebühr der Begutachtungsstelle von den Nachweis- und Vorbereitungskosten:
| Posten | Größenordnung | Anmerkung |
|---|---|---|
| MPU-Gutachten (Drogen) | ca. 650 – 950 € | Gesetzlich geregelte Gebühr der Begutachtungsstelle |
| Abstinenznachweis | ca. 50 – 150 € je Probe | Über 6 bis 12 Monate, Urin oder Haaranalyse |
| Vorbereitung | Festpreis | Bei MPU Point individuell, Ratenzahlung möglich |
Die Dauer wird vor allem vom Abstinenznachweis bestimmt: 6 bis 12 Monate. Die psychologische Vorbereitung läuft parallel. Wer den Nachweis zu spät startet, verschiebt damit den ganzen MPU-Termin — deshalb ist ein früher, sauberer Start entscheidend.